„Begegnungen erfüllen mich auf besondere Weise!“
Nadjas Illustrationen sind uns schon lange auf Insta aufgefallen: Zeit wurde es also, die talentierte Künstlerin in ihrem Münchner Atelier einmal persönlich kennen zu lernen. Die Idee: Ich schenke Senta zum Geburtstag eine Zeichnung von Nadja – aber nicht irgendeine, Nadja sollte Senta malen, in ihrem aktuell liebsten Sommerkleid. Ich schrieb Nadja eine Mail – und sie antwortete sofort. Ich war begeistert, DIE Nadja König, die für Bulgari, Gucci und Co zeichnet, würde uns empfangen! Dann ging alles ganz schnell, wir sprachen über Honorar und Termin – und ich konnte Senta an ihrem Geburtstag mit diesem besonderen Date überraschen.
Kurz darauf schon fuhren wir voller Vorfreude gemeinsam nach München – und schwupps saßen wir auch schon in Nadjas Atelier im Tumblinger Creative Hub. Und weil wir nicht wären, was wir sind, wenn wir nicht unentwegt Fragen stellen würden, bastelten wir aus dieser Begegnung mit Nadja gleich auch noch ein kleines Interview.
Nadja, du bist ja ursprünglich aus der Modebranche, bist Schneiderin und Designerin, wie kam es eigentlich dazu, dass du dich der illustrierenden Kunst zugewandt hast?
Die Wende kam – wie bei so vielen Frauen – als ich Mutter wurde. Meine Arbeit als Modedesignerin in namhaften Häusern hat mir viel Spaß gemacht, aber mich zeitlich auch sehr beansprucht. Ich wollte mich beruflich dahingehend weiterentwickeln, dass ich Zeit für meine Familie habe und gleichzeitig einen Job machen kann, der mich erfüllt. Da ich schon immer gerne gezeichnet habe, und das ja auch seit jeher Teil meines Berufsbilds war, lag es nahe, als freiberufliche Illustratorin zu arbeiten. Schnell ergaben sich auch erste Aufträge, ich hatte einfach Glück, schon in der Branche der namhaften Marken zu Hause zu sein und somit Kontakte zu haben.
Diese Marken führen dich ab und an auch an ganz besondere Orte, um nur mal Monte Carlo zu erwähnen. Wie erlebst du das Arbeiten in Grand-Hotels und Traumkulissen?
Natürlich ist das ein Traum, an solchen wunderbaren Locations der Welt arbeiten zu dürfen. Die Betonung liegt aber auch auf Arbeit. Ich sitze inmitten einer atemberauenden Kulisse, muss mich aber auch voll fokussieren können auf das, was man von mir erwartet: Ergebnisse, die sich sehen lassen können. Das sind Bilder, die das außergewöhnliche Ambiente einfangen. Zeichnungen, die ohne Worte viel zu sagen haben. Diesem Anspruch möchte ich jedes Mal aufs Neue gerecht werden, deswegen befinde ich mich in einem totalen Flow, wenn ich arbeite. Ich bin dann ganz still und ganz im Moment. Ich liebe meine Arbeit, egal wo sie gefragt ist.
Die Künstlerin vor malerischem Ambiente: Nadja wird international gebucht, um Menschen und Marken zu zeichnen.
Seit Kurzem bietest du in deinem Münchner Atelier auch Live Illustration Sessions an, sprich: Frauen, die sich von dir zeichnen lassen wollen, können einen Time-Slot buchen. Wie kam es dazu?
Ich bin immer mal wieder auf eine solche Möglichkeit angesprochen worden, und da dachte ich mir, ich probiere das einfach mal aus. Ich habe auf Instagram und in meinem Newsletter einen Termin eingestellt, an dem die Frauen sich ein Zeitfenster sichern konnten. Dieser Tag war im Nu ausgebucht, ich hätte einen solchen Run ehrlich gesagt gar nicht erwartet. Da mir diese Live-Sessions mit diesen wunderbaren Frauen viel Freude bereitet haben und die Nachfrage weiterhin groß ist, habe ich mittlerweile auch schon weitere Termine vergeben – und auch die nächsten sind schon in Planung.
Diese Art von Arbeiten ist für dich anders als deine sonstigen Aufträge, die du von Unternehmen erhältst, nicht wahr?
Auf jeden Fall! Diese Begegnungen, die ich da erleben darf, erfüllen mich nochmal auf ganz besondere Weise. Es ist so unglaublich toll zu sehen, wie begeistert die Frauen sind, wenn sie ihre Zeichnung in den Händen halten. Sie haben sich für diese Minuten mit mir hübsch gemacht, ein Lieblingsteil angezogen, sie haben sich selbst Zeit geschenkt. Meine Bilder lösen eine Faszination aus, weil die Frauen einen anderen Blick auf sich bekommen. Dieses direkte Feedback zu bekommen, das ist ganz wunderbar für mich, ich fühle mich da selbst sehr beseelt.
Ideen über Ideen: Nadja blüht auf, wenn sie ihr Visionboard gestaltet.
Was glaubst du, löst diese Faszination aus?
Meine Zeichnungen sind echt, sie sind zum Anfassen, sie entstehen von Angesicht zu Angesicht. Ich halte dabei einen besonderen Moment fest, ganz ohne KI, ganz ohne Kamera. Ich entdecke Details, ich setze den Fokus auf mitgebrachte Lieblingsteile. Sich selbst in einem Kunstportrait bewundern zu können, das sind wir in einer Welt der schnellen Handyfotos gar nicht mehr gewohnt. Ich glaube, es ist ein ganz besonderes Geschenk an sich selbst, das sich Frauen damit machen können.
Hast du selbst noch einen beruflichen Wunsch, den du dir erfüllen möchtest?
Ich bin gerade wirklich sehr happy und dankbar, so wie es ist. Aber ja, auch ich frage mich ab und an, was kann ich außerdem noch machen, wo möchte ich das Schiff hinsteuern? Ich glaube, mein Ziel ist es, meine eigene Marke – Nadja König Illustration – noch mehr zu stärken. Ich wünsche mir mit Hinblick darauf, noch mehr Collaborations eingehen zu können. Nadja König X…
Das möchte ich im Idealfall noch ausbauen. Das ist eine kleine Vision von mir.
Cin Cin: Nadjas Illustrationen tragen eine unverkennbare Handschrift.
Aktuell gibt es in limitierter Ausgabe auch ein Postkartenset.
Fotos: Johannes König
Fröhlicher Studiobesuch in München: Christina (links im Bild) mit Nadja und Senta.
Na, wen erkennt ihr da?
Weitere Infos:
Mehr Infos zur Künstlerin Nadja sowie zu ihren Illustrations-Terminen gibt es unter nadjakoenig.com und auf @nadjakoenig.official
schoen.frau-Steckbrief
Sandra Nazarenko
Geburtstag: 12.01.1970
Wohnort: Ebersdorf
Ausbildung/Beruf: Friseurin und Fachkauffrau für Marketing/Inhaberin von Betreuungsdienstleistner
Gründung des eigenen Unternehmens: 01.11.2016
Was macht dich glücklich? Mich macht es glücklich, Ideen umzusetzen, Menschen zu vernetzen und Lösungen zu schaffen, die das Leben leichter machen. Echte Begegnungen und Gespräche, in denen Vertrauen entsteht, sowie die kleinen Momente im Alltag, in der Natur oder mit Menschen, die mir wichtig sind.
Das Interview führten Christina und Senta gemeinsam – aufgeschrieben hat es Christina, die sich beim Besuch in Nadjas Atelier übrigens auch noch selbst das Geschenk gemacht hat, sich von Nadja zeichnen zu lassen.
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