„Die beste Zeit meines Lebens!“

Jessica Roßbach und ihr Mann haben sich etwas getraut. Obwohl ihre beiden Kinder zu diesem Zeitpunkt erst eineinhalb und fünf Jahre alt waren, starteten sie eine Weltreise. Eine Traumreise! 17 Wochen lang waren sie unterwegs an der Ostküste Australiens und Neuseeland. Mit einem Wohnmobil on tour sammelte die Familie Erfahrungen, für die sie von Herzen dankbar ist, und die Jessicas Lebenseinstellung nachhaltig beeinflusst haben. Die vielen herzlichen Begegnungen und vor allem ihr eigener Mut, diese Reise mit kleinen Kindern anzutreten, sind der 40-jährigen Neustadterin nun ein täglicher Anker im wieder trubeligen Alltag.
Zu viert 17 Wochen das Abenteuer Leben genießen: Jessica und ihr Mann Marco sind dankbar, ihren Kindern diese Erfahrung ermöglicht zu haben.
Jessi, wie ist die Idee entstanden, als junge Familie mit kleinen Kindern so eine weite Reise zu wagen?

Mein Mann Marco und ich hatten schon viele Jahre immer mal darüber nachgedacht, aber es war immer eher nur so ein Gedanke, der in uns schlummerte. Marco war es dann, der mich in meiner zweiten Elternzeit mit unserem Sohn Luis konkret ansprach und meinte, jetzt wäre doch der richtige Zeitpunkt. Unsere Greta war noch nicht schulpflichtig und der Kleine zumindest kein Baby mehr. Ab diesem Moment, als es mein Mann wirklich aussprach, war ich wie angefixt von dieser Idee. Und plötzlich wusste ich auch, dass es Australien sein soll, wo wir mit spannenden Zwischenstopps ankommen und umherreisen möchten. Australien hat in mir irgendwie schon immer eine Sehnsucht ausgelöst. Und es ist ein sicheres Land, in das man auch mit Kindern reisen kann. Wenn man mal von den giftigen Schlangen, Spinnen, Krokodilen und Haien absieht (lacht). Aber da haben wir uns zuvor natürlich gut informiert und waren sehr achtsam.

Wie hat denn euer Umfeld auf eure Reisepläne reagiert?

Das war ganz unterschiedlich. Manche waren sehr überrascht und meinten, dass es ja durchaus ein Wagnis sei, mit kleinen Kindern solch einen großen Trip mit vielen Flugstunden und unvorhersehbaren Ereignissen zu starten. Andere ermutigten uns, diesen Traum zu leben, allen voran meine Mutter unterstützte mich in unserem Tun, auch wenn ich heute weiß, dass sie große Sorge hatte, dass wir auswandern und nicht wieder zurückkommen werden.

Hattet Ihr diesen Gedanken des Auswanderns denn mal?

Wir waren so glücklich in Australien, dass wir wirklich einen kurzen Moment darüber nachgedacht haben. Aber dann wurde uns klar: Hier im Raum Coburg ist unsere Familie zu Hause, hier leben unsere Freunde. So wunderbar es in Australien ist, dauerhaft würden wir sie zu sehr vermissen.

Wo genau wart ihr auf eurer Tour?

Gestartet sind wir im tropischen Norden Australiens, in Cairns, und sind dann weiter bis nach Melbourne gereist. Insgesamt sind wir 6.500 Kilometer in Australien gefahren und nochmal 3.500 Kilometer in Neuseeland auf der Nord- und Südinsel.

Zu viert 17 Wochen das Abenteuer Leben genießen: Jessica und ihr Mann Marco sind dankbar, ihren Kindern diese Erfahrung ermöglicht zu haben.
Jessi, wie ist die Idee entstanden, als junge Familie mit kleinen Kindern so eine weite Reise zu wagen?

Mein Mann Marco und ich hatten schon viele Jahre immer mal darüber nachgedacht, aber es war immer eher nur so ein Gedanke, der in uns schlummerte. Marco war es dann, der mich in meiner zweiten Elternzeit mit unserem Sohn Luis konkret ansprach und meinte, jetzt wäre doch der richtige Zeitpunkt. Unsere Greta war noch nicht schulpflichtig und der Kleine zumindest kein Baby mehr. Ab diesem Moment, als es mein Mann wirklich aussprach, war ich wie angefixt von dieser Idee. Und plötzlich wusste ich auch, dass es Australien sein soll, wo wir mit spannenden Zwischenstopps ankommen und umherreisen möchten. Australien hat in mir irgendwie schon immer eine Sehnsucht ausgelöst. Und es ist ein sicheres Land, in das man auch mit Kindern reisen kann. Wenn man mal von den giftigen Schlangen, Spinnen, Krokodilen und Haien absieht (lacht). Aber da haben wir uns zuvor natürlich gut informiert und waren sehr achtsam.

Wie hat denn euer Umfeld auf eure Reisepläne reagiert?

Das war ganz unterschiedlich. Manche waren sehr überrascht und meinten, dass es ja durchaus ein Wagnis sei, mit kleinen Kindern solch einen großen Trip mit vielen Flugstunden und unvorhersehbaren Ereignissen zu starten. Andere ermutigten uns, diesen Traum zu leben, allen voran meine Mutter unterstützte mich in unserem Tun, auch wenn ich heute weiß, dass sie große Sorge hatte, dass wir auswandern und nicht wieder zurückkommen werden.

Hattet Ihr diesen Gedanken des Auswanderns denn mal?

Wir waren so glücklich in Australien, dass wir wirklich einen kurzen Moment darüber nachgedacht haben. Aber dann wurde uns klar: Hier im Raum Coburg ist unsere Familie zu Hause, hier leben unsere Freunde. So wunderbar es in Australien ist, dauerhaft würden wir sie zu sehr vermissen.

Wo genau wart ihr auf eurer Tour?

Gestartet sind wir im tropischen Norden Australiens, in Cairns, und sind dann weiter bis nach Melbourne gereist. Insgesamt sind wir 6.500 Kilometer in Australien gefahren und nochmal 3.500 Kilometer in Neuseeland auf der Nord- und Südinsel.

Ein Zuhause auf Zeit: Greta und Luis haben die Zeit im Wohnmobil sehr genossen und im Camp schnell Anschluss zu anderen Kindern gefunden.
Ein Zuhause auf Zeit: Greta und Luis haben die Zeit im Wohnmobil sehr genossen und im Camp schnell Anschluss zu anderen Kindern gefunden.
Das klingt alles sehr beeindruckend. Wie habt ihr euch denn auf diese große Reise vorbereitet?

Fast gar nicht, wir waren sehr gelassen (lacht), ich habe nicht ewig vorher recherchiert. Die Bildbände und Reiseführer lagen zwar schon lange im Wohnzimmer, aber Zeit hatte ich mit zwei kleinen Kindern eher nicht da mal reinzuschauen. Uns war es wichtig, gemeinsame Zeit miteinander zu verbringen und keine „bucket-list“ abzuarbeiten. Aber klar, die Flüge mussten gebucht werden, diese Organisation habe ich gerne übernommen. Dabei habe ich bewusst auch Zwischenstopps eingeplant, schließlich wollten wir es ja auch so kindgerecht wie möglich gestalten. So sind wir erst ein paar Tage in Dubai gewesen, anschließend in Singapur, und dann sind wir erst weiter nach Australien geflogen. Insgesamt hat dann die Anreise von München nach Cairns zehn Tage gedauert.

Dort angekommen habt ihr euch dann ein Wohnmobil gemietet?

Ja, das hatten wir auch noch vorher gebucht, aber alles andere war dann sozusagen spontan. Wir sind überall dahin gefahren, wo wir gerade Lust drauf hatten. Das mussten wir erst lernen, dieses sich treiben lassen können. Anfangs haben wir uns immer noch überlegt, wo wir nun was anschauen möchten, aber dann einfach beschlossen, drauf los zu fahren. Und wir sind gar nicht so viel am Tag gefahren wie andere Reisende um uns herum, immer nur maximal ein bis zwei Stunden, wenn die Kinder geschlafen haben, so dass es für die Kleinen auch verträglich war mit der Fahrerei.

Das klingt alles sehr beeindruckend. Wie habt ihr euch denn auf diese große Reise vorbereitet?

Fast gar nicht, wir waren sehr gelassen (lacht), ich habe nicht ewig vorher recherchiert. Die Bildbände und Reiseführer lagen zwar schon lange im Wohnzimmer, aber Zeit hatte ich mit zwei kleinen Kindern eher nicht da mal reinzuschauen. Uns war es wichtig, gemeinsame Zeit miteinander zu verbringen und keine „bucket-list“ abzuarbeiten. Aber klar, die Flüge mussten gebucht werden, diese Organisation habe ich gerne übernommen. Dabei habe ich bewusst auch Zwischenstopps eingeplant, schließlich wollten wir es ja auch so kindgerecht wie möglich gestalten. So sind wir erst ein paar Tage in Dubai gewesen, anschließend in Singapur, und dann sind wir erst weiter nach Australien geflogen. Insgesamt hat dann die Anreise von München nach Cairns zehn Tage gedauert.

Dort angekommen habt ihr euch dann ein Wohnmobil gemietet?

Ja, das hatten wir auch noch vorher gebucht, aber alles andere war dann sozusagen spontan. Wir sind überall dahin gefahren, wo wir gerade Lust drauf hatten. Das mussten wir erst lernen, dieses sich treiben lassen können. Anfangs haben wir uns immer noch überlegt, wo wir nun was anschauen möchten, aber dann einfach beschlossen, drauf los zu fahren. Und wir sind gar nicht so viel am Tag gefahren wie andere Reisende um uns herum, immer nur maximal ein bis zwei Stunden, wenn die Kinder geschlafen haben, so dass es für die Kleinen auch verträglich war mit der Fahrerei.

Ein bisschen wie Dschungel-Camp: Ob sich Jessica hier wohl wie Tarzans Frau Jane gefühlt hat?
Ist das denn alles gut gegangen mit den Kids?

Ja, es hat alles bestens geklappt, was wohl auch daran lag, dass wir als Eltern uns so wohl gefühlt haben. Wir haben einfach gespürt: Es war zum richtigen Zeitpunkt die richtige Entscheidung. Alleine der Hinflug von Dubai nach Singapur war schon klasse. Die Crew der Emirates hat sich während des Flugs ganz wunderbar um die Kinder gekümmert und sogar mit ihnen gespielt. Manchmal waren sie eine halbe Stunde mit ihnen verschwunden (lacht). Damit durften wir einen ersten Vorgeschmack auf die Freundlichkeit der Menschen dort bekommen. Denn das muss ich sagen: Die Australier sind einfach total hilfsbereit. Auf den Camping-Plätzen haben wir uns auch sofort wohl und willkommen gefühlt, die Kinder haben sehr schnell Kontakt bekommen.

Wie lief es für die Kleinen mit der Verständigung?

Die englische Sprache war nur in den ersten Tagen für sie eine Hürde, dann haben sie sich sehr schnell untereinander verständigen können, das war faszinierend zu beobachten. Unsere sechsjährige Tochter spricht jetzt zu Hause noch manchmal englische Sätze (strahlt). Das ist wirklich beeindruckend, was unsere Kinder in diesen Wochen gelernt haben, vor allem an Weltoffenheit, so etwas kann eine Schule in der Form gar nicht ermöglichen. Und man glaubt gar nicht, wie viele Familien dort während der Schulzeit mit ihren Kindern auf dem Camping-Platz wohnen…

Australische Familien?

Ja, überwiegend Familien aus Australien, die aus dem Wohnmobil heraus Homeoffice und Homeschooling mit ihren Kindern praktizieren. Sie lieben ihr Land und wollen einfach ganz viel davon entdecken, dass Kinder da mal eine Weile nicht die staatliche Schule besuchen können, ist kein großes Ding. Die Lebenseinstellung der Menschen dort ist eine andere als bei uns: Alles ist irgendwie leichter und unbekümmerter. Eine Aussage, die ich sehr verinnerlicht habe seither, lautet: „No worries!“ Wenn irgendetwas mal nicht gleich funktionierte, oder wir eine Frage hatten, die erste Antwort war immer diese. Das hat mich geprägt, das denke ich hier zu Hause jetzt auch noch ganz oft. Es gibt immer irgendwie Hilfe.

Ein bisschen wie Dschungel-Camp: Ob sich Jessica hier wohl wie Tarzans Frau Jane gefühlt hat?
Ist das denn alles gut gegangen mit den Kids?

Ja, es hat alles bestens geklappt, was wohl auch daran lag, dass wir als Eltern uns so wohl gefühlt haben. Wir haben einfach gespürt: Es war zum richtigen Zeitpunkt die richtige Entscheidung. Alleine der Hinflug von Dubai nach Singapur war schon klasse. Die Crew der Emirates hat sich während des Flugs ganz wunderbar um die Kinder gekümmert und sogar mit ihnen gespielt. Manchmal waren sie eine halbe Stunde mit ihnen verschwunden (lacht). Damit durften wir einen ersten Vorgeschmack auf die Freundlichkeit der Menschen dort bekommen. Denn das muss ich sagen: Die Australier sind einfach total hilfsbereit. Auf den Camping-Plätzen haben wir uns auch sofort wohl und willkommen gefühlt, die Kinder haben sehr schnell Kontakt bekommen.

Wie lief es für die Kleinen mit der Verständigung?

Die englische Sprache war nur in den ersten Tagen für sie eine Hürde, dann haben sie sich sehr schnell untereinander verständigen können, das war faszinierend zu beobachten. Unsere sechsjährige Tochter spricht jetzt zu Hause noch manchmal englische Sätze (strahlt). Das ist wirklich beeindruckend, was unsere Kinder in diesen Wochen gelernt haben, vor allem an Weltoffenheit, so etwas kann eine Schule in der Form gar nicht ermöglichen. Und man glaubt gar nicht, wie viele Familien dort während der Schulzeit mit ihren Kindern auf dem Camping-Platz wohnen…

Australische Familien?

Ja, überwiegend Familien aus Australien, die aus dem Wohnmobil heraus Homeoffice und Homeschooling mit ihren Kindern praktizieren. Sie lieben ihr Land und wollen einfach ganz viel davon entdecken, dass Kinder da mal eine Weile nicht die staatliche Schule besuchen können, ist kein großes Ding. Die Lebenseinstellung der Menschen dort ist eine andere als bei uns: Alles ist irgendwie leichter und unbekümmerter. Eine Aussage, die ich sehr verinnerlicht habe seither, lautet: „No worries!“ Wenn irgendetwas mal nicht gleich funktionierte, oder wir eine Frage hatten, die erste Antwort war immer diese. Das hat mich geprägt, das denke ich hier zu Hause jetzt auch noch ganz oft. Es gibt immer irgendwie Hilfe.

No worries!“

Australische Lebenseinstellung, die Jessica adaptiert hat

No worries!“

Australische Lebenseinstellung, die Jessica adaptiert hat
Hey Schildi: Besonders fasziniert war Jessica von den einheimischen Tieren.
Mal ehrlich: Wurde es euch denn nicht auch mal zu eng im Wohnmobil?

Das wurde ich danach oft gefragt, aber nein, wir sind uns nie auf den Sack gegangen (lacht herzlich). Wir funktionieren als Reiseteam super und aufgrund des guten Wetters hat sich ja auch ganz viel draußen abgespielt. Wir haben übrigens auch die ein oder andere deutsche Familie in Australien getroffen, die auch so unterwegs waren wie wir. Ich glaube, diese Sehnsucht nach Abenteuer und Freiheit ist für viele gerade ein Thema. Und Australien ist zwar sehr weit weg, aber es ist einfach nur sensationell schön. Ich kann sagen, dass die Reise die beste Zeit meines Lebens war. Ich habe mein Herz an dieses Land verloren (ihr steigen Glückstränchen in die Augen).

Was war dein Highlight dort?

Oh, es gab so viele wunderbare Dinge, du kannst dich ja dort gar nicht sattsehen an der traumhaften Natur und den besonderen Tieren. Wir haben unzählige Kängurus gesehen und eine Koala-Krankenstation besucht, in der die angefahrenen oder durch Waldbrände verletzten Tiere behandelt werden. Eine beeindruckende Erfahrung war auch, dass wir nachts am Strand mit einem Ranger einer 70-jährigen Meeresschildkröte beim Ablegen ihrer 116 Eier zugesehen haben. Es war gigantisch, wie sich diese riesigen Tiere vom Meer zum Ablageort schleppen und unter großer Anstrengung ein tiefes Loch mit ihrer Flosse graben. Mein persönliches absolutes Highlight hatte auch mit Tieren zu tun: Ich habe mir einen wahren Lebenstraum erfüllt und während einer Whale-Watching-Schiffstour in Neuseeland einen riesengroßen Pottwal sehen dürfen. Noch nie habe ich so viele erwachsene Menschen mucksmäuschenstill staunen sehen als in diesem Moment, als der Wal vor uns auftauchte. Da bekomme ich jetzt noch Gänsehaut, wenn ich daran zurück denke.

Als ihr wieder zurück in Deutschland wart: Bist du während der Reise zu einer anderen Jessica geworden?

Ja, definitiv. Mir ist einfach noch bewusster geworden, was mir wirklich wichtig ist. Etwa, dass ich nach meiner Rückkehr aus der Elternzeit keine Teamleitung mehr inne haben möchte. Nicht wegen der Verantwortung, sondern wegen des zeitlichen Stresses, den ich oft hatte. Gerade jetzt, wo die Kinder noch klein sind, möchte ich mehr Zeit für sie haben, und mich nicht noch gedanklich am Nachmittag mit der Arbeit beschäftigen. Ich will das Leben genießen, mich frei fühlen, da ist Karriere zweitrangig.

Hey Schildi: Besonders fasziniert war Jessica von den einheimischen Tieren.
Mal ehrlich: Wurde es euch denn nicht auch mal zu eng im Wohnmobil?

Das wurde ich danach oft gefragt, aber nein, wir sind uns nie auf den Sack gegangen (lacht herzlich). Wir funktionieren als Reiseteam super und aufgrund des guten Wetters hat sich ja auch ganz viel draußen abgespielt. Wir haben übrigens auch die ein oder andere deutsche Familie in Australien getroffen, die auch so unterwegs waren wie wir. Ich glaube, diese Sehnsucht nach Abenteuer und Freiheit ist für viele gerade ein Thema. Und Australien ist zwar sehr weit weg, aber es ist einfach nur sensationell schön. Ich kann sagen, dass die Reise die beste Zeit meines Lebens war. Ich habe mein Herz an dieses Land verloren (ihr steigen Glückstränchen in die Augen).

Was war dein Highlight dort?

Oh, es gab so viele wunderbare Dinge, du kannst dich ja dort gar nicht sattsehen an der traumhaften Natur und den besonderen Tieren. Wir haben unzählige Kängurus gesehen und eine Koala-Krankenstation besucht, in der die angefahrenen oder durch Waldbrände verletzten Tiere behandelt werden. Eine beeindruckende Erfahrung war auch, dass wir nachts am Strand mit einem Ranger einer 70-jährigen Meeresschildkröte beim Ablegen ihrer 116 Eier zugesehen haben. Es war gigantisch, wie sich diese riesigen Tiere vom Meer zum Ablageort schleppen und unter großer Anstrengung ein tiefes Loch mit ihrer Flosse graben. Mein persönliches absolutes Highlight hatte auch mit Tieren zu tun: Ich habe mir einen wahren Lebenstraum erfüllt und während einer Whale-Watching-Schiffstour in Neuseeland einen riesengroßen Pottwal sehen dürfen. Noch nie habe ich so viele erwachsene Menschen mucksmäuschenstill staunen sehen als in diesem Moment, als der Wal vor uns auftauchte. Da bekomme ich jetzt noch Gänsehaut, wenn ich daran zurück denke.

Als ihr wieder zurück in Deutschland wart: Bist du während der Reise zu einer anderen Jessica geworden?

Ja, definitiv. Mir ist einfach noch bewusster geworden, was mir wirklich wichtig ist. Etwa, dass ich nach meiner Rückkehr aus der Elternzeit keine Teamleitung mehr inne haben möchte. Nicht wegen der Verantwortung, sondern wegen des zeitlichen Stresses, den ich oft hatte. Gerade jetzt, wo die Kinder noch klein sind, möchte ich mehr Zeit für sie haben, und mich nicht noch gedanklich am Nachmittag mit der Arbeit beschäftigen. Ich will das Leben genießen, mich frei fühlen, da ist Karriere zweitrangig.

Das Leben umarmen und seine Freiheit genießen: Nach dem Australien-Trip ist Jessica viel klarer geworden, was sie wirklich will vom Leben.
Was machst du beruflich?

Ich bin seit über 20 Jahren bei der Wohnbau Stadt Coburg tätig, habe davon einige Jahre den Vertrieb geleitet. Nach meiner Rückkehr aus der Elternzeit nun habe ich ein neues Aufgabengebiet übertragen bekommen, das ich zeitlich gut mit den Kindern vereinbaren kann, denn ich kann dafür auch mal Home-Office machen. Ich darf mich um das komplexe Gebiet „New Work“ kümmern (lächelt). Und was würde nach meinen Erfahrungen in Australien besser zu mir passen, als mich mit neuen innovativen Arbeitsformen zu beschäftigen…

Glaubst du denn, dass sich unsere Arbeitswelt sehr verändern wird?

Ja, ganz sicher. Wir werden flexibler werden müssen was Arbeitszeit und Arbeitsort betrifft. In Australien haben wir erleben dürfen, dass die Welt schon weiter ist als wir hier in Deutschland. Dieses Arbeiten von nine to five müssen wir überdenken. Viele Menschen trauen sich ja solche Reisen wie unsere nicht zu, weil ihre Urlaubszeit nicht ausreicht, oder die Ferien dafür zu kurz sind. Genau dafür müssen aber Modelle geschaffen werden, die solch ein Abenteuer ermöglichen. Und die Reise muss ja nicht gleich ans andere Ende der Welt gehen. Träumen ist gut, aber machen ist noch besser (lacht).

Möchtet ihr nochmal die Koffer für längere Zeit packen?

Aktuell ist noch nichts geplant (lächelt geheimnisvoll). Aber ja, wir können es uns gut vorstellen. Würde jetzt natürlich mit einem schulpflichtigen Kind schwieriger werden, aber ich bin überzeugt, dass es die größte Bildung ist, die wir unseren Kindern ermöglichen können. Es schweißt dich als Familie und auch als Paar zusammen, so eine außergewöhnliche Zeit gemeinsam erlebt zu haben. Dafür bin ich einfach nur dankbar. Und natürlich für meinen Mut, mich für dieses Abenteuer auf den Weg gemacht zu haben!

Das Leben umarmen und seine Freiheit genießen: Nach dem Australien-Trip ist Jessica viel klarer geworden, was sie wirklich will vom Leben.
Was machst du beruflich?

Ich bin seit über 20 Jahren bei der Wohnbau Stadt Coburg tätig, habe davon einige Jahre den Vertrieb geleitet. Nach meiner Rückkehr aus der Elternzeit nun habe ich ein neues Aufgabengebiet übertragen bekommen, das ich zeitlich gut mit den Kindern vereinbaren kann, denn ich kann dafür auch mal Home-Office machen. Ich darf mich um das komplexe Gebiet „New Work“ kümmern (lächelt). Und was würde nach meinen Erfahrungen in Australien besser zu mir passen, als mich mit neuen innovativen Arbeitsformen zu beschäftigen…

Glaubst du denn, dass sich unsere Arbeitswelt sehr verändern wird?

Ja, ganz sicher. Wir werden flexibler werden müssen was Arbeitszeit und Arbeitsort betrifft. In Australien haben wir erleben dürfen, dass die Welt schon weiter ist als wir hier in Deutschland. Dieses Arbeiten von nine to five müssen wir überdenken. Viele Menschen trauen sich ja solche Reisen wie unsere nicht zu, weil ihre Urlaubszeit nicht ausreicht, oder die Ferien dafür zu kurz sind. Genau dafür müssen aber Modelle geschaffen werden, die solch ein Abenteuer ermöglichen. Und die Reise muss ja nicht gleich ans andere Ende der Welt gehen. Träumen ist gut, aber machen ist noch besser (lacht).

Möchtet ihr nochmal die Koffer für längere Zeit packen?

Aktuell ist noch nichts geplant (lächelt geheimnisvoll). Aber ja, wir können es uns gut vorstellen. Würde jetzt natürlich mit einem schulpflichtigen Kind schwieriger werden, aber ich bin überzeugt, dass es die größte Bildung ist, die wir unseren Kindern ermöglichen können. Es schweißt dich als Familie und auch als Paar zusammen, so eine außergewöhnliche Zeit gemeinsam erlebt zu haben. Dafür bin ich einfach nur dankbar. Und natürlich für meinen Mut, mich für dieses Abenteuer auf den Weg gemacht zu haben!

Stark wie ein Elefant: Die wundervollen Erlebnisse – hier in Thailand auf einem Zwischenstopp während der Rückreise – haben Jessica positiv geprägt.
Stark wie ein Elefant: Die wundervollen Erlebnisse – hier in Thailand auf einem Zwischenstopp während der Rückreise – haben Jessica positiv geprägt.

Fotos: privat

schoen.frau-Steckbrief

Jessica Roßbach

Geburtsort: Coburg

Wohnort: Wildenheid – Neustadt

Geburtstag: 12.05.1983

Ausbildung/Beruf: Kauffrau der Grundstücks- und Wohnungswirtschaft

Was macht Dich glücklich? Reisen, meine Familie und Freunde, Sonne, starker Kaffee 😉 und Skifahren

schoen.frau-Steckbrief

Jessica Roßbach

Geburtsort: Coburg

Wohnort: Wildenheid – Neustadt

Geburtstag: 12.05.1983

Ausbildung/Beruf: Kauffrau der Grundstücks- und Wohnungswirtschaft

Was macht Dich glücklich? Reisen, meine Familie und Freunde, Sonne, starker Kaffee 😉 und Skifahren

Das Interview führte Christina, die Jessica für ihren Mut und ihre Gelassenheit sehr bewundert. Mit zwei kleinen Kindern über vier Monate im Wohnmobil auf einem fremden Kontinent unterwegs zu sein, das hat sich Christina in ihrer einstigen Lebensphase mit kleinen Kindern nicht getraut – und ehrlicherweise auch gar nicht davon geträumt. Als Jessicas Arbeitskollegin kann Christina nun ganz gelassen und gleichzeitig gespannt weiter beobachten, wohin es Jessica mit ihrer Familie in Zukunft ziehen wird. Und: Guten Reisegeschichten zu lauschen ist doch ein bisschen wie selbst verreisen 😉

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3 Antworten

    1. Liebe Birgit,
      die Tage bei und mit euch waren wunderschön und werden unvergesslich bleiben für uns! 🙏🏼🥹🥰

  1. Mein Herz erblüht ♥️ Du bist so eine wundervolle Frau!
    “Sometimes the place you are used to is not the place you belong” – begleitet mich, seit ich dieses wundervolle Land bereist habe!
    Diese traumhaften Erinnerungen nimmt euch keiner mehr 🥰

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